HISTORIA
Schwarzmarkt im iGaming – GlüNeuRStV unter Druck
Der europäische Online-Glücksspielmarkt wächst, und zwar schnell. Der Bruttospielertrag im Online-Glücksspiel erreichte 2024 laut Daten von EGBA und H2 Gambling Capital 47,9 Milliarden Euro, was 39 Prozent des gesamten regionalen Glücksspielumsatzes entspricht, nach 37 Prozent im Vorjahr. Wer glaubt, dieser Zuwachs fließe vor allem in lizenzierte, regulierte Kanäle, sollte sich die Zahlen aus den Niederlanden genauer ansehen. Denn der Schwarzmarktanteil wächst mit, und das illegale Online-Glücksspiel in Deutschland ist kein Randthema mehr.
Niederlande als Warnsignal für Berlin und die Länder
In den Niederlanden haben im ersten Halbjahr 2025 schätzungsweise 19.000 Spieler ausschließlich bei Schwarzmarktanbietern gespielt, während der legale Markt stabil blieb. Das klingt zunächst nach einer kleinen Zahl. Ist es aber nicht. Es zeigt, dass ein streng reguliertes System Spieler nicht automatisch in legale Bahnen lenkt, sondern unter bestimmten Bedingungen aktiv in die Illegalität treibt. Die Kanalisierungsrate sinkt, wenn das legale Angebot nicht wettbewerbsfähig genug ist. Für die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und die Länderpolitik sollte das ein lauter Weckruf sein, kein statistisches Randphänomen.
Deutschland kennt dieses Problem aus eigener Erfahrung. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021, kurz GlüNeuRStV, trat in Kraft und sollte genau das verhindern: einen unkontrollierten Schwarzmarkt, dem Spieler schutzlos ausgeliefert sind. Der Gedanke war richtig. Doch die Umsetzung enthält strukturelle Schwächen, die das Kanalisierungsziel von Anfang an gefährdeten. Der Evaluierungsbericht 2026 wird zeigen müssen, wie groß der Schaden inzwischen ist.
Wie Spieler trotz Werbeverboten zu Offshore-Anbietern finden
Das Grundproblem ist nicht fehlendes Bewusstsein bei Spielern, sondern die Erreichbarkeit. Die GlüNeuRStV-Werbebeschränkungen für lizenzierte Anbieter sind strikt: kein Fernsehen zur Hauptsendezeit, stark eingeschränktes Online-Marketing, enge Grenzen bei Boni. Schwarzmarktanbieter interessieren sich für diese Regeln nicht. Sie schalten Werbung auf internationalen Plattformen, nutzen Influencer-Marketing über soziale Medien und Messenger-Dienste und platzieren sich über Suchmaschinenoptimierung auf den vorderen Plätzen. Affiliate-Netzwerke leiten Spieler direkt weiter. Das Ergebnis dieser Schieflage: Lizenzierte Anbieter verlieren Sichtbarkeit, illegale gewinnen sie.
Offshore-Anbieter erreichen deutsche Spieler trotz der GGL-Werberichtlinien über Suchmaschinen, Affiliate-Netzwerke und soziale Medien – und das mit bemerkenswerter Reichweite. Wer sich fragt, wie nicht lizenzierte Casino-Plattformen dabei konkret vorgehen, findet in einem Vergleich lizenzierter und nicht lizenzierter Angebote, den man auf hier weiterlesen genannten Seiten nachlesen kann, klare Unterschiede bei Schutzmaßnahmen und Regulierung. Das ist keine abstrakte Debatte: Wer auf einer nicht lizenzierten Seite spielt, trifft dort weder auf die OASIS-Sperrdatei noch auf das LUGAS-Einzahlungslimit, und eine Beschwerdestelle existiert schlicht nicht.
Hinzu kommt die mobile Dimension. 58 Prozent des europäischen Online-Glücksspielertrags werden inzwischen über Mobilgeräte generiert, gegenüber 56 Prozent im Vorjahr. Das Smartphone ist zum primären Spielgerät geworden, und beim mobilen Online-Glücksspiel ist die Grenze zwischen einer lizenzierten App und einer nicht lizenzierten Webseite für viele Nutzer kaum sichtbar. Ein Icon auf dem Homescreen sieht aus wie ein anderes. Schwarzmarktanbieter investieren entsprechend in mobile Nutzererfahrung, weil sie wissen, dass der Mobile-GGR-Anteil weiter steigt.
Das Kanalisierungsversprechen und seine Grenzen
Der GlüNeuRStV hatte eine klare Logik: Statt den Schwarzmarkt zu ignorieren oder mit Verboten zu bekämpfen, die niemand durchsetzen kann, sollte ein legales Angebot entstehen, das attraktiv genug ist, Spieler auf regulierte Plattformen zu ziehen. Kanalisierungsrate ist das Stichwort im Behördendeutsch. Das Ziel war nicht, alle Spieler vom Spielen abzuhalten, sondern ihnen eine sichere, überwachte Alternative zu bieten, mit Spielerschutz, Suchtprävention und funktionierender Aufsicht.
Ich halte diesen Ansatz für grundsätzlich vernünftig. Das Problem liegt in der Dosierung. Wenn das legale Angebot durch Produktbeschränkungen wie das Einsatzlimit beim virtuellen Automatenspiel oder die 5-Sekunden-Regel so weit eingeschränkt wird, dass es für viele Spieler schlicht weniger attraktiv ist als das illegale Alternativangebot, dann funktioniert Kanalisierung nicht mehr. Die niederländischen Daten legen genau das nahe. Verbände wie der Deutsche Online Casinoverband (DOCV) und der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) weisen seit Jahren auf diese Asymmetrie hin, ohne dass die Politik bislang nennenswert reagiert hätte.
Die GGL hat in den vergangenen Jahren durchaus Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen: Payment-Blocking und Geo-Blocking gegen illegale Glücksspielanbieter, Sperrverfügungen gegen illegale Domains, Verwarnungen. Das ist nicht nichts. GGL-Präsident Ronald Benter hat öffentlich betont, dass die Behörde ihre Kapazitäten ausbauen will. Aber Schwarzmarktanbieter registrieren neue Domains schneller als Behörden alte sperren können, und Analyseunternehmen wie YieldSec dokumentieren, wie schnell sich das illegale Angebot anpasst. Das ist keine Schwäche einzelner Sachbearbeiter, sondern eine strukturelle Asymmetrie, die sich durch mehr Verwaltungsaufwand allein nicht lösen lässt. Schleswig-Holstein, das zeitweise einen eigenen Sonderweg in der Glücksspielregulierung gegangen war, zeigt, dass Marktöffnung allein auch keine Lösung ist, aber vollständige Marktabschotttung eben auch nicht.
Was jetzt gebraucht wird
Eine ehrliche Debatte über die Balance zwischen Spielerschutz und Marktattraktivität ist überfällig. Die European Casino Association (ECA) diskutiert auf europäischer Ebene seit Jahren, wie Regulierung Kanalisierung sichern kann, ohne Spielerschutz und Suchtprävention zu opfern. Diese Debatte findet in Deutschland zu selten statt. Wer strenge Regeln für lizenzierte Anbieter aufstellt, muss sicherstellen, dass das Angebot trotzdem wettbewerbsfähig bleibt. Das ist kein Plädoyer für schwachen Verbraucherschutz. Es ist eine pragmatische Frage: Schütze ich Spieler besser mit einem regulierten Angebot inklusive OASIS-Sperrsystem, LUGAS-Aufsicht und echten Einzahlungslimits, das sie tatsächlich nutzen, oder mit einem so stark eingeschränkten Angebot, dass sie auf unkontrollierte Alternativen ausweichen?
Die 19.000 Spieler aus den niederländischen Zahlen sind kein abstrakter Datenpunkt. Sie sind Menschen, die aktiv auf nicht lizenzierte Plattformen ohne Einzahlungslimits, ohne Verifizierung und ohne Beschwerdestelle ausgewichen sind. Das illegale Online-Glücksspiel in Deutschland betrifft vermutlich eine vergleichbare Größenordnung. Wie viele es genau sind, weiß niemand. Und das ist vielleicht das eigentliche Problem.
1990 – rozpoczęcie działalności handlowej ,pierwsze kontakty biznesowe na rynkach węgierskich – współpraca z firmami TVK, BABOLNA, KIS, BARSADI
1992 – rozpoczęcie produkcji opakowań, zakup pierwszych zgrzewarek
1995 – wyprodukowanie pierwszego zadrukowanego woreczka, rozpoczęcie produkcji opakowań papierowych
2000 – zakup pierwszego urządzenia do obróbki matryc fotopolimerowych – Flekso B2 – PET
2003 – otrzymanie złotego medalu Międzynarodowych Targów Poznańskich za woreczki typu EURO. Wdrożenie systemu zarządzania Jakością ISO 90001-2001 który działa do dzisiejszego w naszym zakładzie
2006 – zakup pierwszej nowoczesnej 6 kolorowej drukarki fleksograficznej oraz laminarki bezrozpuszczalnikowej produkcji Varga
2009 – 2012 – zakup działki pod nowa lokalizacje zakładu oraz budowa zakładu produkcyjnego.
2012 – rozpoczęcie produkcji w nowym zakładzie Yanko w Rogoźnicy na terenie Podkarpackiego Parku Naukowo Technologicznego Aeropolis
2013 – 2017 – zakup nowoczesnej maszyny do druku fleksograficznego, laminacji i konfekcjonowania wyrobów foliowych (worków typu DOYPACK, worków typu YANKOPACK BMS) oraz papierowych. Rozbudowa istniejącej hali produkcyjnej opakowań o powierzchni ponad 1000 m 2.
2018 – 2019 – zakup drugiej nowoczesnej maszyny do druku fleksograficznego oraz maszyny do konfekcjonowania worków typu DOYPACK. Rozpoczęcie prac nad wyprodukowaniem nowoczesnej powłoki biodegradowalnej i w 100% podlegającej recyklingu do powlekania papieru. Wdrożenie sytemu WMS (system zarządzania magazynem) oraz certyfikatu BRC IoP dla producentów opakowań.